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Gruß aus dem Kloster im August 2025

14.08.2025 |

Ein Gruß von P. Christoph anlässlich des Patroziniums der Wallfahrtskirche und des Zweijährigen der beiden Minoriten-Patres in Zell. Lesenswert! 

 
GRUß AUS DEM KLOSTER  
MARIA AUFGENOMMEN IN DEN HIMMEL!  WEIL GOTT ES KANN!
 
Das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel erinnert uns daran, dass jeder Mensch eine unantastbare Würde besitzt. Gott hat nicht zufällig gerade uns Menschen erwählt, seine Ewigkeit mit uns zu teilen. In jedem von uns erkennt er sein eigenes Abbild – ja, noch mehr: wir sind seine Kinder, getragen von einer tiefen Würde. Mit sanfter Liebe, frei von Zwang, lädt er uns ein, Schritt für Schritt näher zu ihm zu finden und reif für den Himmel zu werden. Möge dieser Tag Ihnen Freude und Frieden schenken – Sie sind es wert, ihn zu feiern. 
 
Liebe Freundinnen und Freunde, heute ist ein besonderer Tag – wir feiern unseren zweiten Geburtstag! Seit zwei Jahren dürfen wir Franziskaner-Minoriten das ehemalige Kapuzinerkloster in Zell am Harmersbach unsere Heimat nennen. Ein Grund zur Freude und Dankbarkeit! Die zurückliegende Zeit lädt uns zum Nachdenken ein. Was konnten wir bewirken? Haben wir den Menschen hier wirklich etwas Wertvolles anzubieten? Ist dieser Ort für uns Franziskaner-Minoriten ein guter Nährboden, auf dem auch wir wachsen und uns entfalten können? 
Pater Irenäus lebt seit fast 30 Jahren, ich selbst seit 20 Jahren in Deutschland. Unser Engagement lag bisher vor allem in der Pfarreiseelsorge, zugleich übernahmen wir innerhalb unseres Ordens verschiedene Ämter und Aufgaben. Beide verspürten wir den Wunsch nach etwas Neuem – einer Aufgabe abseits der klassischen Pfarrarbeit. Und so kamen wir nach Zell a. H. Es erfüllt uns mit innerer Zufriedenheit, dieser neuen Lebensaufgabe nachzugehen. Unser Fokus liegt nun auf der Wallfahrtsseelsorge – einer Aufgabe, der wir mit Respekt begegnen, ohne dabei Furcht zu verspüren. Die Tatsache, dass wir als Duo die langjährige Präsenz zahlreicher Kapuziner mit ihrer tief verwurzelten Tradition weiterführen dürfen, empfinden wir als große Verantwortung und auch als Herausforderung. Obwohl wir derselben franziskanischen Familie angehören, war es uns stets wichtig, keine bloße Kopie der Kapuziner zu sein – und schon gar keine Notlösung. Vielmehr möchten wir einen eigenen, authentischen Beitrag leisten. Wir sind unseren Vorgängern aufrichtig dankbar für ihr jahrzehntelanges Wirken und ihre Verbundenheit mit den Menschen vor Ort. Sie haben das Feld bereitet und uns einen wertvollen Start ermöglicht. Unser Ziel ist es, das bewährte Erbe mit Sorgfalt zu bewahren und gleichzeitig mutig neue Wege zu beschreiten. Dabei nehmen wir uns bewusst Zeit – um mit Bedacht zu erkennen, was diesem Ort, Ihnen als Gemeinde und uns als Gemeinschaft zuträglich sein könnte. Inmitten der derzeitigen Umstrukturierung der (neuen) Pfarrei sowie der bevorstehenden hoffentlich baldigen – baulichen Veränderungen im Kloster stehen wir gemeinsam vor der Aufgabe, unseren Platz zu finden. 
Im vergangenen zwei Jahren durften wir einige neue Angebote ins Leben rufen. Besonders erfreulich ist, dass ie regelmäßigen Gottesdienste in der Wallfahrtskirche weiterhin konstant besucht werden. Es macht uns froh, dass die Besucherzahlen dank unserer Beiträge nicht zurückgehen. Auch die festen Beichtzeiten überraschen uns immer wieder: So viele Menschen suchen die Nähe zur Barmherzigkeit Gottes und ein offenes Ohr. Im Advent haben wir Besinnungsstunden angeboten, um inmitten der vielen Vorbereitungen zur Ruhe zu kommen und uns innerlich auf Weihnachten einzustimmen. Die Bibelbetrachtungen (Lectio Divina) und die Exerzitien im Alltag waren ebenfalls eine wertvolle Gelegenheit, sich vom Wort Gottes berühren zu lassen – besonders, wenn es um herausfordernde Themen geht, sei es in der Schrift oder im Alltag. In der Fastenzeit konnten wir den Kreuzweg gemeinsam gehen und gestalten. Dabei haben wir Tradition mit Moderne verbunden – und das kam gut an. Wo auch immer wir „liturgisch“ unterwegs waren, legten wir Wert auf eine zugängliche, lebendige und ehrliche Verkündigung. Authentizität war uns dabei besonders wichtig. Und immerhin: Die Gläubigen sind weder eingeschlafen noch geflüchtet – das zählt doch schon was. Sollten unsere Predigten dennoch einmal zu lang oder zu eintönig geraten, dürfen Sie sich entspannt zurücklehnen, ein kleines Nickerchen machen – oder uns mit einem freundlichen Zeichen darauf hinweisen. In der Regel reagieren wir dann zu Ihren Gunsten und kommen zügig zum Schluss… vorausgesetzt, wir merken’s rechtzeitig.         
Wir durften neue Bräuche und Traditionen kennenlernen. Nicht alles war auf Anhieb leicht oder vertraut, doch vieles davon wissen wir inzwischen sehr zu schätzen. Nach einigen Jahren in Klöstern des Ruhrgebiets spüren wir, dass Leben – und Sprache – hier ein wenig anders ist. Aber genau darin liegt unser Charisma. Wir – Franziskaner Minoriten - leben und wirken in unterschiedlichen Ländern, Bistümern, Sprachen und Traditionen, und bringen daher ein breites Spektrum an Erfahrungen mit. Offenheit und Erwartung begleiten uns dabei stetig. 
Dass Liebe durch den Magen geht, erleben wir hier immer wieder. Sie beschenken uns mit den Früchten der Erde, der Wälder und Felder – das tut uns unglaublich gut. Abnehmen? Keine Chance.
Ihre großzügige Unterstützung unserer Missionsprojekte berührt uns zutiefst. Wir empfinden sie als Zeichen der Wertschätzung und Bestärkung für unsere Arbeit am Wallfahrtsort und in der Seelsorgeeinheit. Danke für Ihr Vertrauen und Ihre Offenheit! 
Vergelt’s Gott für alles Gute, das wir durch Sie erfahren dürfen. Wir schließen unsere Wohltäterinnen und Wohltäter täglich in das Morgen- und Abendgebet ein. Und auch unsere Mitbrüder in der Mission denken in ihren Gebeten an Sie. 
 
Wir wünschen uns, dass die Wallfahrtskirche zu einem geistlichen Zentrum der Begegnung, des Glaubens und der Gemeinschaft heranwächst – getragen von Kraft, Ausdauer und vielen liebevollen Herzen. Deshalb brauchen wir Unterstützung der Menschen, die sich aktiv einbringen werden. Dafür soll ein ‚Freundeskreis‘ entstehen, der diesen geistlichen Ort unterstützt und mitgestaltet. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll, und derzeit wissen wir auch nicht, wann ein weiterer Mitbruder unsere Gemeinschaft ergänzen wird. Seine Ankunft wäre für uns zweifellos eine wertvolle Bereicherung. Denn wir leben gerne in Gemeinschaft – mindestens zu dritt, wie es unsere Regel vorsieht. Unser Herzenswunsch ist es aber nach wie vor, Teil einer viel großen Gemeinschaft sein zu dürfen. 
Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns für eine lebendige und segensreiche Gemeinschaft der Franziskaner-Minoriten in Zell zu beten. Mögen die Mutter Gottes und der hl. Franziskus uns alle begleiten, behüten und von allem befreien, was uns bindet. 
Mit dem franziskanischen pace e bene, Frieden und alles Gute, grüße ich Sie herzlich! 
Ihr Pater Christoph Robak, OFMConv.          
 
August 2025 
Franziskaner-Minoriten Kloster Zell 
Klosterstraße 1 • 77736 Zell am Harmersbach
Email: Wallfahrt@se-zell.de • Tel. 07835 / 635830
 
 
 
Hilfe für Betroffene von sexueller Gewalt
Der Erzdiözese Freiburg ist es ein zentrales Anliegen, sexualisierte Gewalt aufzuarbeiten, weitere Übergriffe zu verhindern und in diesem Zusammenhang Hilfe zu leisten. 
Aktuelle Informationen und Hilfsangebote finden Sie hier: www.ebfr.de/gegenmissbrauch.
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