Aktueller Stand Beteiligungs-Projekt „Zukunft Pfarrhaus“
24.11.2022 |
Liebe Gemeinde-Mitglieder,
wir wollen Sie nun wieder über den aktuellen Stand in dem Beteiligungs-Projekt „Zukunft Pfarrhaus“ informieren. Am 4.11.2022 hatten wir ein weiteres Treffen mit der Steuergruppe, um die nächsten Schritte zu planen.
Nachdem im letzten Jahr die unterschiedlichen Meinungen am Thema des Pfarrhauses stark aufeinander geprallt sind, haben wir uns gefragt: Was braucht unsere Gemeinde, um sowohl für das Pfarrhaus eine gute Lösung zu finden und um sich in Zukunft gut entwickeln zu können? Wir sind uns bewusst, dass es unterschiedliche Strömungen in unserer Gemeinde gibt in Bezug auf das Thema Missbrauch, in Bezug auf unsere Geschichte und auf die Frage, ob es dieses Beteiligungs-Projekt wirklich braucht. Wir respektieren alle Einstellungen zu dem Thema. Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass es an der Zeit ist, dass wir gemeinsam in einen offenen Dialog treten und uns mit dieser Frage beschäftigen. Das Beteiligungs-Projekt sehen wir als einen Beitrag für den Dialog in unserer Gemeinde. So laden wir uns alle ein gemeinsam in einen Dialog einzutreten – jeder in seinem passenden Rahmen.
Ein Ziel des Beteiligungs-Projektes ist es, für die Gemeinde eine gute Lösung für die Zukunft des Pfarrhauses zu finden. Diese Lösung soll von möglichst vielen in der Gemeinde mitgetragen bzw. zumindest akzeptiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, dass wir eine möglichst große Beteiligung bei diesem Projekt haben und dass möglichst viele Stimmen in der Gemeinde dabei Gehör finden und einfließen. Dazu haben wir das Projekt so konzipiert, dass ein Runder Tisch, in dem möglichst alle wesentlichen Gruppierungen vertreten sein sollen, Lösungs-Möglichkeiten erarbeitet. Diese werden in einer Bürger-Versammlung, bei der alle Bürger der Gemeinde eingeladen werden, vorgestellt. Auf der Basis dieser Rückmeldungen aus der Bürger-Versammlung wird der Runde Tisch dann eine Entscheidung treffen, die nach Möglichkeit einmütig für eine gute Entwicklung der Gemeinde getroffen werden soll. Diese Entscheidung wird vom Pfarrgemeinderat übernommen. Auch das Ordinariat und Erzbischof Burger haben ihre volle Unterstützung für die Entscheidung zugesagt.
Eine zentrale Gruppe in diesem Prozess sind selbstverständlich die von dem Missbrauch direkt Betroffenen und deren Angehörige. Nur wenn deren Perspektive (neben all den anderen Perspektiven) gut einfließen kann, werden wir auch eine gute Lösung für unsere Gemeinde finden. Wir haben uns die Frage gestellt, wie es gelingen kann, dass sich die Angehörigen und die direkt Betroffenen in diesem Projekt einbringen können? Da es die jeweiligen individuellen Bedürfnisse und Grenzen voll zu respektieren gilt, wollen wir für diese beiden Gruppen unterschiedliche Wege anbieten:
Eine Möglichkeit ist eine direkte Mitwirkung an dem Runden Tisch. Der Runde Tisch soll sich im Frühjahr 2023 das erste Mal treffen. Bis dahin wollen wir eine Gruppe, in der alle Strömungen und Gruppierungen aus unserer Gemeinde vertreten sind, mit ca. 15 Personen gefunden haben. Alle, die Interesse an einer Mitwirkung an dem Runden Tisch haben, laden wir herzlich ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen.
Um für all diejenigen, die einen vertraulichen Rahmen zur Beteiligung brauchen, wollen wir einen Raum zur Beteiligung anbieten, der absolut vertraulich und in einem nicht-kirchlichen Rahmen verankert sein soll. Diesen Weg zur Kontaktaufnahme entwickeln wir zur Zeit. Sobald wir hier Klarheit haben, werden wir Sie darüber informieren.
Wir hatten ursprünglich geplant in diesem Projekt schneller voran zu gehen. Nach den neuesten Entwicklungen im Ordinariat (Verschiebung des Berichts zur Missbrauch-Situation in der Erzdiözese, Stellungnahme von Zollitsch u.a.) ist uns klar geworden, dass wir einen langsameren und vor allem besonnenen Weg wählen wollen, der uns allen die Möglichkeit gibt, ohne Zeitdruck nachzudenken und sich im jeweils passenden Rahmen zu beteiligen.
Wenn Sie Fragen oder weitere Informationen zu dem Beteiligungs-Projekt haben wollen oder auch den Impuls zur Mitwirkung haben, dann freuen wir uns sehr über eine Kontaktaufnahme. Sie können sich sowohl an die Mitglieder der Steuergruppe als auch an die beiden externen Moderatoren des Prozesses, die zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, wenden. Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme.
Mitglieder der Steuergruppe
- Bonaventura Gerner, Pfarrer: bonaventura.gerner@se-zell.de, 07835/635812
- Ansgar Horsthemke: ansgar.horsthemke@se.zell.de, 0170 4879491.
- Fridolin Laifer: fridolin.laifer@se-zell.de, 0157 38782463
- Doris Lehmann: doris.lehmann1@web.de, 07837/1662
- Oliver Lemke: oliver.lemke@se-zell.de
- Mathilde Zimmermann: post@stark-ev.info, Tel. 0160 6208234
Externe Moderatoren des Prozesses
- Tobias Lang, Müllheim: tobias.lang@trigon.de, 0176 96137575 (korrigierte Nummer)
- Frank Domonell, Freiburg: info@domonell.de, 0171 460 8836
Ein begleitender Presseartikel wurde in der Schwarzwälder Post veröffentlicht:
Hilfe für Betroffene von sexueller Gewalt
Der Erzdiözese Freiburg ist es ein zentrales Anliegen, sexualisierte Gewalt aufzuarbeiten, weitere Übergriffe zu verhindern und in diesem Zusammenhang Hilfe zu leisten.
Aktuelle Informationen und Hilfsangebote finden Sie hier: www.ebfr.de/gegenmissbrauch.
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